Wie schaffe ich Transparenz, ohne zu überfordern?
Shownotes
Sandra ist Geschäftsführerin des Satiremagazins Titanic. Zahlen und Entscheidungen macht sie gegenüber Mitarbeitenden transparent. Das Problem: Zum Teil werden diese Infos aus dem Kontext gerissen oder falsch eingeordnet. In dieser Folge sprechen Sebastian Klein (Neue Narrative), Elena Lange (Walk the Talk) und Frederik Fleischmann (TheDive) über das richtige Maß an Transparenz, wie man es schafft, dass diese Infos nicht überfordern und, nicht zuletzt, auch verstanden werden.
Worüber wir in dieser Folge sprechen
- Wer ist verantwortlich dafür, dass Informationen ankommen; Führungskraft oder Team?
- Was tun mit Mitarbeitenden, die bestimmte Informationen gar nicht wollen?
- Wie kommuniziert man wichtige Informationen auf verschiedenen Ebenen im Unternehmen?
- Wann ist Intransparenz sinnvoll oder sogar notwendig?
Im Podcast erwähnte Links
- Ausgabe 07: Geheimnisse und Transparenz bei der Arbeit. In der Ausgabe widmen wir uns unter anderem der Frage, welches Wissen in einer Organisation auf jeden Fall transparent sein muss, damit sie funktionsfähig ist.
- Wie sieht ein Prozess für transparente, selbstbestimmte Gehälter aus? Wer Gehaltstransparenz einführt, holt all die Ungerechtigkeitsgefühle ans Licht, die vielleicht jahrelang im Verborgenen lagen. Ein konkreter Leitfaden für ein selbstbestimmtes Gehaltssystem, bei dem alle das Gehalt ihrer Kolleg*innen kennen.
- Unser Gemeinwohlbericht: Darin haben wir Unternehmenskennzahlen wie die Anzahl der Mitarbeiter*innen, den Jahresumsatz, das Ergebnis, aber auch Infos zu unserer Lieferkette verständlich aufbereitet – und erklärt, warum wir tun, was wir tun.
Weitere Verweise
Karl E. Weick: Sensemaking in Organizations. Sage Publications, S. 25. Im Skript als „Ich weiß erst, was ich gesagt habe, wenn ich die Antwort darauf höre“ paraphrasiert. Das Originalzitat lautet: „How can I know what I think until I see what I say?“ Stammt aus Weicks Sensemaking-Theorie. Weick, K. E. (1995).
Kai Matthiesen, Judith Muster, Peter Laudenbach: Die Humanisierung der Organisation: Wie man dem Menschen gerecht wird, indem man den Großteil seines Wesens ignoriert. Vahlen. Frederik zitiert S. 158ff: ein Vorstand im Gemeinschaftsbüro, der statt Offenheit „verfeinerte Strategien der Diskretion und Geheimhaltung“ erzeugt.
Sebastians Empfehlungen
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00:00:00: Hallo, hörst du mich robotermäßig oder ganz normal?
00:00:03: Du klingst ganz entfernt zu als würdest du durch eine Blech-Gießkanne sprechen.
00:00:07: Aber es ist auf jeden Fall ein bisschen besser als letztlich.
00:00:10: Ich bin auch nicht hundert Prozent gesund vielleicht, da linken wir uns damit zusammen.
00:00:13: Ich hatte mir eigentlich sogar ne Exanasentropfen ja mitgebracht um meine schönste Stimme an Start zu bringen.
00:00:19: Naja...
00:00:20: ich hab auch extra noch einen Glas Olivenöl getrunken!
00:00:27: Ich bin Sebastian Klein und ihr hört Fühlungsqualitäten.
00:00:30: Ich suche Führungskräfte die nicht nur Antworten haben sondern auch Fragen Und eine dieser Fragen kommt heute von Sandra.
00:00:37: Ja,
00:00:37: mein Name ist Sandra Thoms.
00:00:39: ich bin die Geschäftsführerin des Satire-Magazins Titanic und der Literaturzeit schrifft fantastisch.
00:00:45: als Geschäftsführer habe ich natürlich klassische Verwaltungsaufgaben, Organisationsaufgabe.
00:00:50: Sandra beschäftigt etwas das viele kennen dürften.
00:00:54: sie möchte möglichst transparent führen auch bei Zahlen auch bei Entscheidungen in der Geschäftsjarung.
00:00:58: Ich möchte viele Dinge so transparent wie nur möglich machen.
00:01:03: Die Schwierigkeit, die ich immer sehe ist nur, wie vermittelt man das?
00:01:07: Gleichzeitig sagt sie nicht alle Mitarbeitenden wollen diese Information überhaupt und dass es auch okay.
00:01:12: Also das ist natürlich auch immer so die Sache sich zu überlegen wen möchte man womit einbeziehen.
00:01:18: Nicht weil irgendwas vor irgendjemandem geheim bleiben soll sondern weil halt die Leute unterschiedlich tief sich einarbeiten möchten.
00:01:26: Kolleginnen und Kollegen, die sagen ich will eigentlich mit den Zahlen wirklich nicht zu tun haben.
00:01:30: Ich halte mich deswegen auch bei Entscheidungen raus.
00:01:32: das ist nicht mein Job womit sie abzugetrecht haben und es gibt Kolleginnen und Kolleginnen die sagen nein ich möchte mich damit beschäftigen denn ich möchte wissen wo das Unternehmen steht auch für meine persönliche innere Ruhe damit ich weiß müssen wir morgen die Türen zu machen oder haben noch ein paar Monate länger?
00:01:53: Wie stellt man also als Führungskrafttransparenz her, ohne Menschen zu überfordern?
00:01:57: Und wie entsteht Verständnis wenn Dinge komplex bleiben.
00:02:00: Darüber sprechen wir heute.
00:02:01: ich bin Sebastian Klein und ihr hört Fühlungsqualitäten.
00:02:08: Ich bin nicht allein hier sondern wie immer mit Elena und Frederik.
00:02:11: schön dass ihr da seid.
00:02:13: Ja vielen Dank!
00:02:13: Ich freue mich auch wieder hier zu sein und mit euch über das Thema Zahlen und Transparenzen zu sprechen.
00:02:19: Hallo ich bin Frederik.
00:02:20: ich freue mich auf darauf wird eine tolle Folge spannende Frage wieder und ja es wird ein tolles Gespräch.
00:02:29: Das Problem und die Frage dahinter.
00:02:35: Dann lasst uns mal reinspringen!
00:02:37: Die Sandra wirft in ihrer Frage, die sie uns geschickt hat ja eigentlich gleich mehrere Fragen auf.
00:02:42: also die erste ist sicherlich wie schafft man Transparenz über wichtige Informationen?
00:02:47: Die zweite Frage ist für mich Wie schafft mans dass diese Information auch verstanden werden von denen die sie bekommen?
00:02:53: dann vielleicht noch die frage wie geht man denn eigentlich damit um das gar nicht alle alles wissen wollen?
00:02:58: oder anders gesagt, anders gefragt.
00:03:00: Was ist das richtige Maß an Transparenz?
00:03:03: Dann lass uns doch diese Themen mal der Reihe nach angucken!
00:03:06: Ja sehr gerne.
00:03:07: ich habe so das Gefühl meine Rolle in diesem Podcast wird immer die Begriffe erstmal definieren.
00:03:12: Ich bin ja auch Juristin von daher passt das.
00:03:14: Ich benannte Zitatebeer bitte.
00:03:16: Okay so machen wir es.
00:03:17: was sie hier explizit nennt ist der Begriff der Transparens und auch Verständnis.
00:03:24: Transparenz heißt ja erstmal nur, dass die Information da ist.
00:03:27: Also ich kann sie sehen!
00:03:28: Ich sehe Zahlen und Verständnis.
00:03:30: heißt das ich denen dann eine Bedeutung geben kann und sie einordne.
00:03:35: Und wenn ich da mal einen Bild zu aufmachen wollte, dann wäre es vielleicht eines des Cockpits.
00:03:41: Wenn ich jetzt das erste Mal in ein Cockpit komme und dort ganz viele Anzeigen sehe zahlen Dann wäre ich vermutlich sehr überfordert könnte vielleicht sowas wie Zehntausend Fuß einordnen, dass das die richtige Flughöhe ist.
00:03:57: Aber alles andere wäre vermutlich eher schwierig für mich einzuordnen weil mir einfach der Kontext fehlt.
00:04:05: Weil mir die Ausbildung fehlt, weil ich nicht
00:04:07: die
00:04:08: Sprache spreche, die die Pilot-Innen untereinander benutzen.
00:04:13: und wenn ich jetzt die Verantwortung hätte dieses Flugzeug zu landen dann wär das vermutlich sehr schwierig Flugzeug vermutlich irgendwo gegen einen Berg lenken.
00:04:27: Und genau das beschreibt Sandra eigentlich auch, dass sie die Zahlen sichtbar macht aber dann in der Organisation einige hohes Interesse daran haben und andere aber einfach keinen Pilotenschein machen wollen um mal in dem Bild zu bleiben.
00:04:42: Ja ich finde dein Beispiel eigentlich sehr gut denn ich glaube also das kann ich vielleicht auch aus eigener Erfahrung sagen wenn man jetzt in einer Organisation zum ersten Mal mit so einem Wust an zahlen von denen man vorher noch nie wirklich was gehört hat, konfrontiert wird.
00:04:54: Dann ist es ja wahrscheinlich wirklich ähnlich überfordert wie in so ein Cockpit zu kommen wo alles mögliche leuchtet und blinkt und man überhaupt nicht versteht was los ist.
00:05:03: Das heißt vielleicht können wir uns jetzt schon mal mit Bleistift an die Seite schreiben.
00:05:07: Wahrscheinlich geht's für Führungskräfte auch darum Informationen zu kuratieren.
00:05:10: also müssen die Menschen diesen ganzen Wust sehen oder muss sich ein paar wichtige Sachen darstellen oder die eben erklären und einordnen.
00:05:19: drin steckt ist natürlich die Frage der Relevanz.
00:05:21: Also wenn ich weiß, ich bin die Pilotin und muss das Flugzeug landen, gucke vielleicht auch ein bisschen anders hin als wenn mir gar niemand dazu sagt wofür diese ganzen Informationen eigentlich da sind.
00:05:33: Wenn Sandra jetzt fragt wie schafft man Transparenz und gleichzeitig Verständnis dann Geht sie für mich ja schon davon aus, dass es ihre Aufgabe als Führungskraft ist nicht nur diese nackten Zahlen zu zeigen sondern eben auch dafür zu sorgen das andere sich verstehen.
00:05:49: und wir sind da im Vorgespräch auf diese Frage gekommen.
00:05:53: Ist es eigentlich das Verstehen der Zahl eine Bringschuld der Führungskraft oder die Holschuld der Teammitglieder?
00:05:59: Was sagt ihr dazu?
00:06:00: Ein kurzes Beispiel Geld ist immer eine Bring-Schuld.
00:06:03: Das heißt wenn ich jetzt Frederik Geld schulde und auf dem Weg überfallen werde dann muss ich ihm nochmal die zehn Euro geben.
00:06:12: Und genau das beschreibt Sandra ja auch, dass sie eigentlich das Gefühl hat hier eine Bringstuhl zu haben und ich finde das auch absolut richtig!
00:06:22: Das ist Teil von einer Führungsaufgabe, dass ich die Zahlen erstmal transparent mache und auch Kontext gebe.
00:06:30: soweit der Teil jedoch.
00:06:34: Und dann switcht das eigentlich, wenn ich mir große Mühe gebe, das gut zu erklären.
00:06:38: Dann ist es auch die Holschuld der Organisation oder der Teammitglieder zu sagen Ich gebe mir genauso größte Mühe diese Zahlen auch zu verstehen Fragen zu stellen und dass dann für meinen Kontext, für meine Abteilung mein Team irgendwie richtig einzuordnen
00:06:56: was ich jetzt vielleicht um das mal als negativ Beispiel zu geben ein paar Mal schon gesehen habe Ist das dann Führungskrifft eigentlich Von vornherein schon erwarten, dass niemand die Zahlen versteht und das man am Ende doch der Einzige ist, der diese Verantwortung trägt.
00:07:08: Und ich glaube wenn man mit dieser Haltung rangeht an die Aufgabe und eigentlich schon erwartet, dass man nachher sagt ach die haben jetzt wieder keine Fragen gestellt keiner hat es verstanden Ich bin halt der einzige der das hier checkt.
00:07:19: ja dann brauche ich mich auch nicht wundermitts nachher nicht klappt.
00:07:23: Ja in dem konkreten Fall von Sandra erscheint mir das auch so liebevoll aufbereitet werden, auch erklärt werden und wir können glaube ich trotzdem gleich nochmal drauf schauen wie kommuniziert man das am besten in welchen Prozessen?
00:07:37: was erzählt man?
00:07:38: gibt es da irgendwelche Muster an denen wir uns entlang hangeln können.
00:07:41: Und ich würde hier gerne schon am Anfang des Podcasts glaube ich meine Danze dafür brechen dass egal wie vermeintlich perfekt man kommuniziert immer und welche Prozesse hat und so weiter zu Missverständnissen kommen wird.
00:07:53: Das glaube ich passiert bei sowas einfach automatisch.
00:07:57: Und an der Stelle finde ich dann auch noch mal wichtig, wenn diese Missverständnisse unweigerlich entstehen.
00:08:02: Auf welche Ohren treffen die?
00:08:04: Also von der Person auch, die die Missverständnisse hat wo vielleicht eine Entscheidung getroffen wurde oder Zahlen kommuniziert werden und man sich wundert, vielleicht auch irritiert ist und sich denkt das kann doch nicht sein so geht es doch nicht.
00:08:16: habe Ich dann so eine Art Grundvertrauen in die Personen, die das teilt In dem Fall die Führungskraft dass ich denke okay sie wird sich schon Gedanken gemacht haben Es wird schon Hand und Fuß haben.
00:08:26: Vielleicht ist da auch so eine spöttische Grundstimmung von einer Klasse.
00:08:29: Da haben sich wieder die da oben was ausgedacht, so kann das ja nichts werden und das vielleicht auch ein Teil dem man beleuchten kann.
00:08:36: bei Missverständnisse werden wie gesagt immer passieren.
00:08:38: In meiner Wahrnehmung und meine Erfahrung ist es ja so dass in den meisten Organisationen die hierarchisch organisiert sind, ist es hier auch so gedacht, dass diese Zugang zu Informationen, das Wissen über wichtige Zahlen ist ja hierarchisch so organisiert, dass manche Leute da sehr gut Bescheid wissen und manche halt sehr wenig.
00:08:55: Das heißt, in so einem Kontext wo ich eine sehr hierarchische Organisation bin ist es ja erstens gar nicht gewollt das alle alles wissen.
00:09:00: Und zweitens wenn ich als Führungskraft auftrete und meinen Status als wichtig bewahren und beweisen will dann gehe ich da auch mit einer Haltung rein dass sich eigentlich schon davon ausgeht die haben doch alle keine Ahnung und stellen wenn nur dofe Fragen.
00:09:12: Na jetzt gehen wir mal davon aus dass wir's hier eher mit der Organisation zu tun haben die nicht so sein will und hoffentlich auch nicht so isst aber ich glaube sich da als Fährungskracht zu hinterfragen.
00:09:21: gehe ich wirklich rein mit dieser Perspektive von?
00:09:24: ich will nützlich sein, ich will das Leute möglichst viel verstehen.
00:09:27: Ich will auch eingehen auf das was andere einzubringen haben.
00:09:30: oder habe ich ein bisschen auch diese Stimme von die check'n's?
00:09:32: ja eh nicht und ich bin hier die einzige die den Laden wirklich versteht.
00:09:36: also ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung sagen dass bei mir das oft ein bisschen mitgespielt hat.
00:09:41: diese Stimmel wenn man ist halt derjenige ist der sich damit viel beschäftigt vielleicht auch tausend Sachen zu tun, geht in so einen Termin und ist jetzt gleich erstmal nicht begeistert alles ell lang erklären zu müssen.
00:09:51: Aber ich glaube das ist dann an der Stelle die falsche Haltung.
00:09:55: Ja, ich finde dazu auch wichtig dass wer der Fragestellung für mich rüber kommt das Sandra Transparenz total wichtig ist und auch so vor allem mit der Transparens und Arbeiten auf Augenhöhe.
00:10:05: Und ich möchte hier durchaus Fürsprecher sein für Transparents, für Beteiligungen weil ich glaube es kann total dazu beitragen dass ein größeres Commitment in der Organisation stattfindet Dass Menschen sich gesehen und gehört fühlen, dass ihre Stimme einbringen können, dass auch mehr Umfeldwahrnehmungen eingebracht werden können.
00:10:23: also da gibt's Unendlich viele Vorteile und ich war auch sehr lange geprägt von genau diesen Beteiligungsprozessen fast so weit, dass es ein Docmar wurde bei mir.
00:10:31: Und ich habe ehrlich gesagt auch den Wert von Intransparenz auch kennengelernt.
00:10:35: aber ich glaube darauf kommen wir später noch zu sprechen und darüber streiten vielleicht später noch etwas ob nicht vielleicht auch in Transparenze einen Wert
00:10:41: hat.
00:10:53: Sandra sie hat uns ja gefragt wie kann das denn gelingen?
00:10:57: Das Verständnis herzustellen wenn Dinge einfach komplex sind und vielleicht nicht immer sich auf Post-Hits darstellen lassen.
00:11:02: Also wie kann sie ihre Zahlen teilen ohne ihre Themenblieder zu langweilen oder zu überfordern?
00:11:08: Oder beides auf einmal, was fällt euch da ein?
00:11:10: Was können allgemein Führungskräfte denn machen um Kennzahlen gut zu vermitteln?
00:11:15: Zahlen ohne Kontext sind auf jeden Fall gefährlich und führen zur Halbwahrheiten und Missverständnissen.
00:11:20: Und die Aufgabe von Führungen ist eben genau dieses Einordnen.
00:11:25: Und Menschen verstehen Zahlen dann, wenn sie drei Dinge wissen.
00:11:29: Was bedeutet die Zahl?
00:11:30: Warum ist sie wichtig und was kann ich damit
00:11:33: tun?".
00:11:36: Ich habe mich auf diese Folge vorbereitet und ein paar Menschen aus meinem Umfeld gefragt wie denn in ihren Organisationen Zahlen reported werden und hab' mich dazu auch mit einer ehemaligen Kollegin ausgetauscht, die ich zum Lunch getroffen habe dem Startup mittlerweile Scale Up.
00:11:53: Ich weiß nicht, wie man das Stadium jetzt gerade nennt, Foto die digitalisieren Speditionsprozesse.
00:12:00: dort hat sie gearbeitet und sie hat mir berichtet dass Sie den Teil sehr stark fand wie der CEO über Zahlen gesprochen hat.
00:12:09: und Teil der Praxis war es in dem Commercial All Hands jedes Mal eine Zahl eine relevante Zahl raus zu picken und zu der dann einen Diebdive zu machen.
00:12:21: Und sie meinte, beim ersten Dieb-Dive hast du vielleicht immer noch nicht alles im Detail verstanden aber dadurch dass es immer nur die relevanten Zahlen waren warst du ja ein paar Monate in diesen Allhands und dann kam das wieder und wieder und es war aber nicht langweilig weil jedes mal nur eine Zahl war und es blieb dann irgendwann wirklich gut hängen und dachte, das ist vielleicht ne ganz gute Praxis Geschäftsführende oder Führungspersonen auch übernehmen können.
00:12:48: Also eine gute Auswahl der Zahlen, eine Übersicht über die Zahlen, Erklärungen der Zahlen in den Formaten, die in der Organisation gängig ist.
00:12:55: und auch wieder um den Kreisenstück zu schließen zu dem was wir anfangs besprochen haben es gibt dieses schöne Zitat von Karl Weik ich bin ja der offizielle Zitatebär, inoffizielle zitatebäre dieses Podcast zumindest möchte ich das gerne sein.
00:13:07: Das schöne Zitat von Karl weik.
00:13:09: Ich weiß erst dass ich gesagt habe wenn ich die Antwort darauf höre Und das heißt, die Kommunikation endet halt nicht beim Senden.
00:13:16: Also wir können darüber sprechen machen wir jetzt auch, wir machen es auch gleich noch weiter und erst wenn ich höre was ankommt weiß sich wo wir im Gespräch stehen.
00:13:25: vielleicht ist dass auch wirklich nochmal ein Kniff den ich einfach zu diesen Formaten dann hinzulegen möchte.
00:13:30: Nicht unbedingt noch länger präziser und mehr senden sondern wirklich den Raum öffnen für Rückfragen und Dialog.
00:13:36: Solange du hier nicht immer Frederick Fleischmann Zitate uns präsentierst glaube ich darf so sehr gerne dir Inoffizielle Zitate wäre sein.
00:13:43: Ja, ich finde aber auch das ist generell eine der wichtigsten Wahrheiten bei diesem Thema.
00:13:48: Es geht hier ja um so vermeintlich Objektive wie Zahlen und ich glaube es ist relativ einfach dann zu denken Mensch dass es doch eigentlich so objektiv dass es hier eine gemeinsame Wahrheit gibt und während des nicht versteht ist irgendwie falsch oder doof.
00:14:02: Aber das stimmt natürlich nicht.
00:14:04: Ich brauche immer das Feedback der anderen um zu verstehen ob wirklich das angekommen ist was sich senden wollte Und vielleicht auch als kleiner Mini-Tipp an der Stelle schon.
00:14:13: Ich würde am Ende einer Session zahlen, immer fragen was ich nächstes Mal noch besser machen kann also immer wirklich mir Feedback holen Was hat funktioniert?
00:14:22: Was kann ich noch anders besser mehr weniger machen?
00:14:27: Da kriege ich wirklich das Feedback, um es mit der Zeit so zu entwickeln, dass es dann wirklich funktioniert.
00:14:31: Und
00:14:32: ich würde noch mal auf einen Punkt eingehen wollen den Sandra auch genannt hat.
00:14:35: Sie hat gesagt nicht jede Person muss sich für alle Zahlen interessieren und das ist auch okay.
00:14:41: Und da würde ich sagen als Juristin wieder, das kommt darauf an!
00:14:45: Jede Person sollte einfach wissen wie geht es dem Unternehmen gerade?
00:14:51: Ich habe ja eben das Beispiel genannt einmal im Jahr sondern schon... Quartalsweise oder im besten Falle würde ich auch sagen, monatlich einen Überblick haben.
00:15:01: Wo stehen wir?
00:15:02: Und das sind ganz konkrete Zahlen wie Umsatzkosten Gewinn Verlust Liquidität Ich glaube Das ist es eigentlich schon.
00:15:11: und da dann eine gute Praxis zu haben als Unternehmen dass in einem Town Hall Format All Hands irgendwie gibt's ja nicht so gute deutsche Begriffe für Betriebsversammlung klingt sehr bürokratisch Ein Meeting, wo alle zusammenkommen.
00:15:26: Dass man da eben diese Zahlen die ich eben genannt habe bespricht.
00:15:30: und dann gibt
00:15:30: es... Und ich darf mich kurz einhaken weil also du würdest aber in dem Fall ich zeig ja nicht nur diese Zahlen sondern ich ordne die auch einen.
00:15:37: Sondern sagt zum Beispiel was hatten wir uns vorgenommen?
00:15:39: Was war der Plan?
00:15:40: Was haben wir geschafft?
00:15:40: Was bedeutet das?
00:15:41: Woher kommt die Differenz?
00:15:42: Genau!
00:15:43: Und dann eben eine Diskussion dazu offene Fragen, die wir eben schon besprochen haben.
00:15:48: Dann gibt's die nächste Ebene, die ich auf der Team-Ebene sehen würde dass wir uns fragen, wie können wir denn auf diese Zahlen Einfluss nehmen?
00:15:58: Was sind unsere Hebel?
00:16:00: und das wäre zum Beispiel im Vertrieb.
00:16:03: Wie viele potentielle Kunden haben wir, wie viel Abschlüsse oder in der Produktion die Stück kosten?
00:16:09: Und auch wir drei lieben ja das Meeting Format des Sync Meetings oder das Tactical Meetings aus der Hologratie kommt weil da relativ am Anfang Zahlen, Daten, Fakten eine Rolle spielen.
00:16:24: und von der Haltung her schaut man da so drauf dass jedes Team selber bestimmt welche Zahlen für sie relevant sind.
00:16:32: Und ihnen auch hilft Entscheidungen zu treffen und einfach eine gute Orientierung zu haben.
00:16:38: Ja, ich finde an der Stelle wenn man das wirklich als regelmäßigen Punkt in seiner Routine hat.
00:16:42: Als Team, als Organisation dann verändert es auch ein bisschen die Rolle der Führungskraft weil sie eben nicht mehr nur diese Informationsverteilungsfunktionen hat sondern weil die Informationen allen Menschen zur Verfügung stehen, die die brauchen und sie nicht mehr so monopolisiert werden auf eine Art ne?
00:16:58: Und Teil der Sync Praxis ist eben nicht dass das Team entscheidet welche Zahlen sind wichtig und dann die Führungskraft diese Zahlen reportet Sondern dass man sich auch überlegt, wer ist denn an welchen Zahlen am nächsten dran und die Person dann auch das Reporting übernimmt.
00:17:15: Und dann auch immer mal in dieser Rolle ist zu wissen, oh es ist vielleicht gar nicht so einfach diesen Kontext herzustellen und den anderen im Team sozusagen hier.
00:17:23: darum sind diese Zahlen für uns wichtig?
00:17:25: Ich
00:17:26: glaube ein Risiko oder was Führungskräfte dann befürchten würden ist so... Dann haben wir hier Zahlen, das team sucht die aus werden vielleicht immer mehr.
00:17:33: Risiko ist ja dann den Blick auf das Wesentliche verlieren oder nicht die richtigen Zahlen uns angucken.
00:17:40: Also wie stellen wir das als Team sicher, dass wir wirklich auch den Fokus auf die richtige Dinge legen?
00:17:44: und wenn man kann sich ja um ein Beispiel zu geben gibt es ja immer sogenannte Vanity Matrix also so Zahlen die einfach leicht zu optimieren sind.
00:17:51: Wie viele Gespräche haben wir geführt?
00:17:53: Wenn eigentlich der Umsatz letztlich relevanter wäre?
00:17:55: aber man kann dann halt darüber hinwegtäuschen indem er eine Metrik nimmt die bequemer ist.
00:18:00: wer hat die Verantwortung das zu verhindern?
00:18:03: Oder
00:18:03: die Vorstellung die wir davon haben kann nur von mir sprechen, ist dass das wieder ein Thema für Feedback ist.
00:18:10: Also wenn ich als Führungskraft oder auch als Teammitglied merke wir sprechen eigentlich nicht über die wichtigsten Fragen und verlieren vielleicht im Meeting auch viel Zeit weil wir immer mehr Metriken dazugenommen haben dann kann ich das ja einfach einbringen und kritisch hinterfragen und auch als Füllungskraft genau wie in Teammit Glied sagen Die und die Zahlen finde ich jetzt nicht relevant, lass uns mal darüber sprechen.
00:18:35: Vielleicht um da auch noch einmal einzuhaken?
00:18:38: Ich verstehe dich so du hast es ja vorhin auch in dem Beispiel mit dem Commercial All Hands schon ein bisschen gezeigt und hier für mich jetzt wieder dass das schon auch Sinn macht dann zu kuratieren.
00:18:47: also du sagst natürlich ist es gut als Angebot dass alle Zugriff auf alles haben.
00:18:51: aber eigentlich bin ich als Bürgskraft schon auch in der Rolle zu sagen ich kuratiere das und gucke dass die richtigen Leute die richtige Informationen bekommen um eben nicht diese Überforderung herzustellen und um vielleicht nicht im ganzen Team über Zahlenkomplexität zu sprechen, die nur für wenige Leute relevant sind.
00:19:07: Würdest du auch sagen dass das Teil meiner Rolle als Führungskraft ist diese Korration vorzunehmen?
00:19:12: Ja solange ich da nicht meine Macht missbrauche und Information zurückhalte habe ich mehr Informationen als ihr und dadurch ein Vorteil.
00:19:20: Man kann natürlich aber auch sagen, wenn ich jetzt Führungskraft bin und ich überhaupt kein Zahlenmensch, dass ich mir jemand an meine Seite hole.
00:19:28: Und man sich diese Aufgabe teilt.
00:19:29: also Ich würde nicht sagen jede Führungskraft muss Excel-Tabellen lieben.
00:19:36: Aber genau diese Kurationen und die Verteilungen von Wer Reported Wenn ich merke Das ist echt nicht meine Stärke Würde ich schon bei der Führingskraft sehen.
00:19:46: Ja, das Kuratieren ist bestimmt mindestens genauso wichtig wie das Kommunizieren einordnen Fragen klären und ich glaube in dem konkreten Fall den Sandra schildert.
00:19:55: Ist es kuratieren bisschen verpönt?
00:19:58: Sie spricht von einer Organisation, die sehr auf Transparenz setzt.
00:20:02: Bei der es ganz wichtig ist dass alle Informationen bekommen und dann vielleicht trägt sogar genau diese Haltung auch ein bisschen dazu bei das es zu mehr Missverständnissen kommt weil so ein Bewusstes weglassen, bewusstes mal nicht teilen eigentlich einem auch kritisch ausgelegt werden kann in dieser Organisationskultur.
00:20:20: Also vielleicht steht sie da auch wirklich vor dem Dilemma, was in ihrer Rolle gar nicht hundert Prozent zu lösen ist.
00:20:25: Sondern was man dann wirklich eher miteinander besprechen muss wird einem Vorruf draus gemacht wenn man mal etwas weglässt aus guter Intention dass man das nicht aus böse Intention macht es ja klar.
00:20:34: Ja und wir haben jetzt ein paar Mal dieses Haltungsthema geschnitten.
00:20:37: ich glaube das ist halt was... Da können wir jetzt keinen Tipps geben wie man seine Haltung verändert aber ich glaube es ist einfach immer das was mitschwiegt.
00:20:43: so bin ich als Höhungskraft In der Haltung Dass sich andere empowern will den Zugang zu den Informationen geben will, die sie noch mehr bestärkt darin eigenverantwortlich zu arbeiten.
00:20:55: oder will ich eigentlich ein bisschen die Hand drüber halten und schon die Person sein, die alles am besten weiß.
00:20:59: Und ich würde an der Stelle gerne auch noch einen Framework – wir haben jetzt schon Frameworks im Raum gehabt – euch wird gerne nochmal ein Framework reinbringen was bei uns in der Organisation by the Dive wirklich wahre Wunder bewirkt hat und ich freue mich total dass jetzt relativ früh in diesem Podcastprojekt ehrlich gesagt eine Frage zu zahlen kam.
00:21:16: also vielen Dank Sandra!
00:21:18: hatten wir bisher immer eben diesen Kennzahlenblock, dieses gucken auf Zahlen als Teil einer größeren Meetingroutine in der wir Anliegen besprochen haben.
00:21:26: In der wir miteinander uns verbunden haben und so weiter.
00:21:29: Und was wir gemacht haben ist dass wir diesen Kennzahlenteil rausgenommen haben eigenes Meeting dafür gemacht haben.
00:21:34: Und zwar unterscheiden wir einfach in drei Kategorien und diese Unterscheidung alleine ist für mich schon riesige Veränderungen wie ich auf Zahlen gucke.
00:21:42: Und zwar ist erst mal die Beobachtung da, das ist die erste Kategorie.
00:21:46: Also im Magazinkontext wäre es jetzt so was wie viele Abozahlen gibt's?
00:21:49: Was ist die Auflage am Kiosk?
00:21:51: Likes auf Social Media oder auch interne Sachen wie irgendwie das Ergebnis der letzten Zufriedenheitsabfrage oder so, ne?
00:21:58: Also die ganz klare Beobuchtung.
00:22:00: Ganz kurz bevor Leute jetzt in den Kiosken rennen... Die neue Narrative gibts nicht mehr am Kio.
00:22:07: Genau!
00:22:08: Also was sind die Zahlen?
00:22:09: Und dann kann es ja sein, dass zum Beispiel genau diese... Die Abo-Zahlen im Falle der neue Narrative total runtergegangen sind oder total hoch.
00:22:15: Aber das an sich ist ja noch nicht keine Erklärung.
00:22:17: Das heißt, der nächste Teil ist das Nachdenken.
00:22:19: An dieser Stelle bauen wir Hypothesen dazu.
00:22:22: Warum ist das so?
00:22:23: Gab's vielleicht irgendwie eine Sonderausgabe?
00:22:25: Welche Bedeutung messen wir dem bei?
00:22:26: Hat das die sonale Aspekte...?
00:22:28: Ist vielleicht die generelle Wirtschaftstag gerade?
00:22:30: also Wir bauen uns Hypotheson und erklären uns diese Zahlen Und der letzte Schritt, der Dritte ist dann das Handeln.
00:22:36: Wir überlegen erst mal in so einer Art Brainstorming jetzt wo wir die Zahlen kennen und jetzt wo unsere Hypothesen dazu haben welche Handlungen könnten wir machen um die Zeilen in die gewünschte Richtung zu bewegen?
00:22:47: Ich finde dieser Dreiklang aus Beobachtung der Zahlen nachdenken darüber und diese Handlungsempulse ableiten.
00:22:54: Das ist ein total wertvoller Umgang mit diesen Zahlen.
00:22:59: Auch die Auswahl der Zahlen die wir uns angucken, also welche wir beobachten.
00:23:04: Die verändert sich, ne?
00:23:05: Also das kann erstmal sozusagen von der Führungskraft oder einer Person aus dem Team sozusagen Vorschack gemacht werden und dann merken wir aber auch im Tun, welche Zahlen wir vielleicht noch brauchen, welche wir uns seit einem Jahr angucken ,die aber eigentlich total irrelevant ist weil wir nie irgendwelche Handlungen draus ableiten.
00:23:20: Und ja, das finde ich wirklich ganz neuen und sehr besonderen und tollen Umgang mit Zahlen.
00:23:25: Ich find's spannend Weil grad gestern saß ich mit nem Freund zusammen Der meinte, er ist in so einer Sandwich-Position als Führungskraft und man guckt immer auf Zahlen.
00:23:36: Und die haben so ein Ampelsystem.
00:23:38: Grün werde ich in Ruhe gelassen.
00:23:40: Gelb wird mal kritisch von seiner Führungskraft nachgefragt und rot kriegt man richtig Druck.
00:23:47: und er sagt aber das was du eben beschrieben hast dass man gemeinsam über nächste Schritte und Handlungen nachdenkt.
00:23:52: das passiert einfach nicht weil Die nächsthöhere Führungsebene, glaub ich, denkt du verdienst so viel Geld.
00:23:59: You have to figure it out yourself!
00:24:00: So finde halt eine Lösung.
00:24:02: und er sagt eigentlich werden meine Führungskräfte ihrer Rolle nicht richtig gerecht weil ich kann ja auch nicht immer alles irgendwie wissen und ich muss mich um mein Team kümmern.
00:24:12: und soll dann auch noch die richtigen nächsten Schritte entwickeln dass wir aus den roten Zahlen wieder rauskommen.
00:24:18: Und jetzt Werbung?
00:24:19: Wir sind gleich wieder da.
00:24:22: Ein Teil guter Führung, der aus meiner Sicht sehr unterschätzt wird ist Selbstführung.
00:24:26: Ich glaube nur wer Klarheit über die eigenen Ziele und Prioritäten hat kann auch anderen Menschen klarbringen.
00:24:31: Vor ein paar Jahren habe ich einige Stunden am Whiteboard verbracht und versucht alles was sich über das Thema Selbstführungen weiß in einen Schaubild zu überführen.
00:24:38: Herausgekommen ist das Clarity Canvas kein einfaches Tool sondern ein ganzes System dass dir dabei hilft dein ganzes produktives Leben zu überblicken und danach auszurichten.
00:24:46: mein Leben hat es ein kleines bisschen verändert.
00:24:49: Heute ist das Clarity Canvas Teil unserer Toolplattform Ninespaces und für ein paar Wochen darf ich das Clality Canvas jetzt kostenlos rausgeben.
00:24:57: Mit dem Code Sebastian-Einhundert, Sebastian in Großbuchstaben wartet außerdem ein besonderes Angebot auf dich.
00:25:02: alle Infos auf ninespacest.de.
00:25:04: slash sebastian.
00:25:06: nein als zahlgeschrieben.
00:25:12: Vor kurzem habe ich im Newsletter für neues Arbeiten über KI geschrieben und darüber dass wir vorsichtig sein sollten wie wir sie nutzen.
00:25:19: Natürlich ist jeder von uns irgendwann irgendwie bei Cloud oder ChatGPT unterwegs Um zu recherchieren, Gedanken zu sortieren, ein Bild zu erstellen oder einfach nur um eine alberne Frage zu beantworten.
00:25:30: Aber mir ist wichtig dass du KI-Bewusst einsetzt!
00:25:33: Dirk von Gehlen und Franz Himsel haben nun darüber ein ziemlich kluges Buch geschrieben.
00:25:37: Es heißt wie KI dein Leben besser macht?
00:25:39: Und das Beste ihr müsst es gar nicht lesen, ihr könnt es einfach hören.
00:25:43: Das Buch gibt's überall da wo es Hörbücher gibt.
00:25:47: Produziert wurde das Ganze übrigens von Colomedia, der Audioverlag, der auch diesen Podcast mit uns macht.
00:25:52: Hört doch mal rein!
00:25:58: So und jetzt hat Sandra ja aber auch gesagt, dass ihr wichtig ist, dass das Team durch diese Transparenz eben nicht verwirrt oder überfordert wird.
00:26:06: Ja lass uns da nochmal ein bisschen drauf gucken.
00:26:08: also wie geht es zusammen dieser Wurden wirklich allen Menschen in der Organisation grundsätzlich Zugang zu allen Informationen zu verschaffen?
00:26:15: Und gleichzeitig das Ziel nichts Überforderungen, Verwirrung usw.
00:26:21: Ja, vielleicht kommen wir hier zum Kontroversenteil dieses Podcasts mal sehen.
00:26:24: Also ich bin ja ein Riesen-Fan von Beteiligungen und Partizipationen mit Bestimmung.
00:26:30: Ja es gibt auch Vorteile davon wenn Mitarbeiter früh Bescheid wissen die Zahlen sind nicht gut
00:26:35: usw.,
00:26:35: also beispielsweise wenn jetzt wichtige Kollegen überlegt ob sie vielleicht den Job wechselt, hat ein interessantes Angebot oder sehr düstere Kennzahlen.
00:26:46: Man muss sich wirklich aus der Führungsrolle heraus drastische Konsequenzen überlegen so was wie Kündigungen.
00:26:52: und es gibt eben auch die Schattenseite dass ich mich damit auch beschäftige fast schon beschäftigen muss.
00:26:58: Ich habe's gehört, ich krieg's mit!
00:27:00: Ich kann dem nicht ganz entkommen.
00:27:01: Es wird an der Kaffeemaschine darüber geredet Es bindet ein Stück weit Energie, ich glaube das kennen wir alle wenn Unsicherheit entsteht Ja, einfach viel Raum einnimmt mit unteren Organisation und ich würde deswegen durchaus auch gerne zuspitzt mal sagen.
00:27:16: Ein Hoch auf sie los!
00:27:18: Und ich finde sogar wenn wir Arbeitsteilung wollen dann müssen wir auch Informationsgrenzen in Kauf nehmen.
00:27:24: also es ist doch eigentlich schön wenn ich mal die Tür zu dem Büro meines Teams schließen kann und weiß okay da draußen werden andere Sachen diskutiert.
00:27:31: da draußen sind andere Zahlen wichtig.
00:27:33: Ich kann mich jetzt auf meine Zahlen auf meine Themen auf meinen Team konzentrieren um meiner Arbeit machen.
00:27:37: das hat auch einen Wert.
00:27:38: ja Ich habe es anders erlebt die fünf Jahre, die ich in einer Organisation gearbeitet habe wo fast alles transparent war.
00:27:49: Nicht die interne Kommunikation aber Gehälter, Geschäftszahlen Die Urlaubstage, die wir auch frei wählen konnten und ich hab's immer sehr gefeiert vor allem transparente Gehälter weil Wir hatten tatsächlich In Einer IT Beratung Dreißig Prozent Frauen waren kein Gender Pay Gap.
00:28:11: Weil auch die Frauen im Team sehen konnten, okay ich habe die gleiche Ausbildung wie mein männlicher Kollege und der verdient grad fünf tausend Euro mehr im Jahr.
00:28:21: Ich möchte jetzt auch meinen Gehalt erhöhen oder hat mir einen sehr schönen Prozess.
00:28:25: vielleicht kann ich den nochmal an anderer Stelle in diesen Podcasts berichten aber es war herausfordernd für uns als Organisation weil wir viele Jahre auch nicht die besten Zahlen hatten und immer irgendwie gucken mussten, wie wir es alles hinbekommen.
00:28:40: Aber dadurch hatte ich auch das Gefühl fast, dass ist meine Organisation!
00:28:44: Ich habe so viel Ownership, ich hab so viel Einsichten und so viel Wirksamkeit... Das hat mich einfach beflügelt.
00:28:52: deswegen würde ich in der Lanze für Transparenz brechen wollen.
00:28:56: Ja,
00:28:56: auch da stimme ich hundert Prozent zu und also ist es auch meine Grundprägung und wir haben diesen Podcast hier bei NN und ich denke das ist auch ein Stück weit was hier repräsentiert wird und dafür stehe ich natürlich auch hier.
00:29:07: nicht dass es jetzt falsch rüber kommt.
00:29:08: Dafür steh'
00:29:09: ich mit meinem
00:29:09: Namen!
00:29:10: Genau dann Zitatebär und der alles in Transparenz halt.
00:29:14: In Transparens Evangelist?
00:29:17: Genau nein bitte.
00:29:17: ich hab mal hier aus dem Buch Humanisierung der Organisation wo sie von einer Organisation berichten, die die AutorInnen begleitet haben.
00:29:28: Und da gab es die sogenannte Harmoniefiktion.
00:29:31: der Vorstand wurde so in ein gläsendes Büro gesetzt auch alle an einen Tisch.
00:29:36: Die hatten dann ihr gemeinsames Büro dort und das hieß so ungefähr wir haben keine Konflikte mehr Signal der absoluten Transparenz und Gemeinschaft.
00:29:44: man kann ja alles miteinander besprechen.
00:29:46: was dann aber stattdessen passierte Und jetzt zitiere ich ein Vorstandsmitglied, dass sich mit engen Mitarbeiterinnen austauschen wollte.
00:29:53: Hatte zwei Möglichkeiten in diesem offenen freien Büro entweder kodiert zu sprechen oder den Raum zu verlassen.
00:30:00: was aber als Signal gedeutet wurde das Informationen zurückgehalten werden.
00:30:04: Also diese inszenierte räumliche Offenheit sorgte für verfeinerte Strategien der Diskretion und Geheimhaltung, weil es manchmal notwendig ist sich mit einem engen Vertrauten abzustimmen.
00:30:16: Und erstmal was vorzudenken und einzuordnen bevor man's in den Dialog bringt.
00:30:21: So hat aber diese Harmoniefiktion, diese vermeintlich idyllische Gemeinschaft eigentlich Ausweichmanöver zwungen und sogar gesteigerte Raffinessen des Trixens und Täuschens.
00:30:32: Ich kann vielleicht auch so eine Mini-Anekdote also ihr eine Negativ-Anekdote aus einer Firma, die ich mal gegründet habe erzählen.
00:30:38: Ich hatte in meinem Team totale Transparenz hergestellt und hab dann teilweise gesehen dass aus anderen Teams Leute sich angeguckt haben wer woran arbeitet auch nachgefragt haben warum macht ihr das?
00:30:50: Und diese anderen Teams aber ihre Informationen oder das war in diesem Fall jetzt ein Team Information nicht geteilt haben.
00:30:56: und das finde ich funktioniert dann gar nicht.
00:30:57: Also entweder haben wir eine gemeinsame Polizie oder Haltung, dass alle überall Zugang zu wichtigen Informationen haben.
00:31:04: Oder wir haben einen anderen Umgang damit.
00:31:06: aber das ist der eine so und der andere so.
00:31:08: Das habe ich damals echt als sehr ungesund empfunden.
00:31:11: Ich finde wo wir gerade ein bisschen rauskommen sind wenn nicht so viel Transparenz schaffe dann geht da mit auch ein Stück weit einher die Verantwortung beim Gegenüber.
00:31:19: also bin ich in der Lage meine Spannung und Anliegen anzuverarbeiten die daraus entstehen.
00:31:25: diese Transparens in sich habe ich den Eindruck, die gibt einfach diese Verantwortung rüber und die muss eben auch getragen werden auf der anderen Seite.
00:31:32: Also Transfines nur so hinzustellen, glaube ich funktioniert nicht.
00:31:36: Dann brauche ich Systeme wo die daraus resultierenden Anliegenspannungen gut geklärt und gelöst werden können zur Sprache gebracht werden können.
00:31:43: Und zum Abschluss dieser Folge würde ich wieder Sebastian eine Frage stellen wollen.
00:31:48: ihr habt interne hohe Transparenz bei neuer Narrative.
00:31:53: Aber ihr macht ja auch was ziemlich außergewöhnliches, dass ihr gegenüber euren Kundinnen oder der gesamten Welt offenlegt wie es um Kernkennzahlen bei euch bestellt ist.
00:32:05: Magst du da vielleicht noch mal ein bisschen etwas zu erzählen?
00:32:08: Was sind Erfahrungen?
00:32:09: Wie hat die Welt darauf reagiert?
00:32:12: Ja, man muss ja dazu sagen.
00:32:13: Eines unserer ganz großen Privilegien bei neuen Narrative ist ja dass wir solche Experimente machen können auch immer mit dem Wissen das wir darüber auch dann schreiben können.
00:32:20: also das ist für uns nochmal eine Sonderrolle die ich als Privilegg wahrnehme.
00:32:24: Also für uns ist dieses Experiment finde ich sehr gut ausgegangen weil wir merken dass genau das passiert.
00:32:29: Leute wissen wie unser Geschäftsmodell funktioniert.
00:32:32: Wir haben keine Geheimnisse.
00:32:34: Das führt auch glaube ich mehr dazu dass Leute der Marke vertrauen und nicht sich fragen, oh haben die hinten noch irgendwelche Geschäftsumselle versteckt von denen ich noch nichts mitbekommen habe.
00:32:45: Das führt besonders finde ich in schwierigen Zeiten dazu dass man auch leichter mal nach Hilfe fragen kann.
00:32:51: und was ich diesmal auch erwähnen wollte wir haben wie gesagt wir haben als NN dieses Privileg diese Sachen ausprobieren und dann auch darüber zu schreiben und wir haben auch vor ein paar Jahren meine ganze Ausgabe gemacht.
00:33:01: zum Thema Transparenz die Nummer sieben die findet ihr auch verlinkt in den Show Notes.
00:33:06: Wir haben auch unseren transparenten Gehaltsprozess mal aufgeschrieben.
00:33:09: Die könnt ihr auch nachlesen, das verlinken wir euch auch.
00:33:11: und auch noch unseren Gemeinwohlbericht den wir vor ein paar Jahren erstellt haben in dem sehr viel über uns steht.
00:33:22: Und damit sind wir schon am Ende der Folge!
00:33:26: Wie immer lasst uns nochmal kurz rekapitulieren was nehmen wir denn so an wichtigen Takeaways für uns mit?
00:33:35: Für mich wird gerade in der Folge irgendwie total klar dass Transparenz ganz, ganz viel wert ist und auch viel helfen kann in der Zusammenarbeit.
00:33:44: Wenn sie einhergeht mit der Verantwortung und den Prozessen auf der anderen Seite das diese Informationen die ich aus der Transparens gewinne dass die gut gehalten werden können.
00:33:53: zum Beispiel wenn ich ein transparentes Gehaltssystem habe, dann brauche ich auch einen guten Prozess wie ich mit Gehältern umgehe, wenn da Spannungen entstehen.
00:34:01: Oder wenn ich Transparenz über Geschäftszahlen hab und es wird schwierig, dann brauchte ich einen Prozess wo der Schmerz der dadurch ausgelöst wird gut kanalisiert werden kann und wo das verarbeitet werden kann.
00:34:10: Und vielleicht brauche Wer wofür zuständig ist, damit ich überhaupt für mich sortieren kann.
00:34:17: Welche Zahlen muss ich wissen und bei welchen kann ich auch sagen okay das ist für mich nicht ganz so wichtig?
00:34:22: Also ich merke so diese Transparenz die ist schon herausforderungsvoll aber sie ist es glaube ich wert.
00:34:28: Für mich bleibt hängen von dieser Folge dass es Kernaufgabe von guter Führung ist Gut kommunizieren zu können Und eben nicht nur die guten Neuigkeiten gut kommunizierend zu können Sondern auch über sowas vielleicht Teilweise langweiliges wie Zahlen, darüber Euphorie herzustellen im Team und das so ins Team zu bringen.
00:34:51: Dass ein Interesse entsteht und dass alle wissen was sind denn unsere Hebel darauf einzuzahlen?
00:34:57: Und sich aber auch klarzumachen als Führungskraft.
00:35:00: ich habe diese Bringschuld und dann muss ich es auch irgendwann loslassen.
00:35:04: Ich kann nur so viel tun und das gut wie möglich und am Ende brauche ich auch einen team was dann bereit ist diese Information zu verarbeiten.
00:35:15: Also in einem Satz zusammengefasst, Transparenz ist gut aber in Transparens ist auch nicht immer schlecht.
00:35:24: So damit sind wir wirklich am Ende.
00:35:27: vielen Dank euch beiden.
00:35:28: und hier nochmal die Einladung.
00:35:30: Wir brauchen eure Fragen also wenn ihr Führungskräfte seid oder auch Nichtführungskräfte schickt uns bitte eure Fragen als Sprachnotiz oder auch schriftlich.
00:35:39: wie das geht steht in den Show Notes.
00:35:42: In denen findet ihr auch ein paar Texts die wir verlinkt haben.
00:35:45: Und auch wenn es in dieser Folge nicht um Feedback ging, wir freuen uns über euer Feedback zur Weiterentwicklung.
00:35:52: Also auch von uns die Frage was können wir in Zukunft noch anders oder besser machen?
00:35:57: und was muss passieren dass ihr hier mit mehr Energie und mehr Klarheit rausgeht nach der nächsten Folge?
00:36:02: Wenn ihr uns einen gefallen tun wollt abonniert uns.
00:36:05: gebt uns auch gerne wenn ihr's gut findet für den Sternen.
00:36:07: das hilft uns sehr auf dem Plattform sichtbarer zu sein mich zu bedanken für euch beiden und bis zum nächsten Mal
00:36:17: zusammen.
00:36:17: Danke dir,
00:36:18: ciao!
00:36:19: Danke euch und übrigens danke Sandra für die Frage.
Prinzessin Pienz
‧Sabine Oesterreich
‧