Wann übernimmt mein Team Verantwortung?

Shownotes

Dina ist seit sechs Monaten Führungskraft und gibt ihrem jungen Team viel Vertrauen und Freiheit. Trotzdem wird sie häufig um Erlaubnis gebeten. Oder ihre Mitarbeiter*innen treffen Entscheidungen, übernehmen dafür aber keine Verantwortung. Was muss Dina tun, damit ihr Team wirklich eigenverantwortlich handelt? Sebastian Klein (Neue Narrative), Elena Lange (Walk the Talk) und Frederik Fleischmann (TheDive) nehmen Dinas Frage auseinander und zeigen, warum gut gemeintes Vertrauen allein nicht reicht – und was es stattdessen braucht, damit Freiheit wirklich in Verantwortungsübernahme mündet.

Worüber wir in dieser Folge sprechen

  • Warum Freiheit und Verantwortung zwei Seiten einer Münze sind
  • Woran es wirklich liegt, wenn Teams ständig um Erlaubnis fragen (Spoiler: meistens nicht am fehlenden Mut)
  • Wie Delegation Poker und klare Rollen helfen, Entscheidungsräume sichtbar zu machen
  • Warum die Frage „Was brauchst du?" oft besser ist als „Wie kann ich dich unterstützen?"

Drei Artikel zum Thema aus unserem Magazin

Wie wir selbstwirksam führen Ein Drittel aller Angestellten möchte mehr Verantwortung übernehmen – bekommt aber nicht die Chance dazu. Wie empowernde Führungskräfte den Rahmen schaffen, in dem eigenverantwortliches Arbeiten gelingt.

Wie ein Magazin ohne Chefredaktion funktioniert Immer wenn irgendwo ein Verantwortungsvakuum entsteht, schaffen wir eine Rolle. Wie das Rollenmodell bei Neue Narrative funktioniert – und warum klar definierte Rollen mehr Eigenverantwortung ermöglichen als klassische Chefpositionen.

Das 1x1 der Konsent-Entscheidungen Wie werden bei euch eigentlich Entscheidungen getroffen? Dieser Guide zeigt, wie das Konsent-Prinzip Meetings effizienter macht, Entscheidungsprozesse klarer gestaltet und Eigenverantwortung in Organisationen stärkt.

Sebastians Empfehlungen

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Transkript anzeigen

00:00:02: Okay,

00:00:03: fühlt ihr euch

00:00:04: bereit?

00:00:08: Let's do it!

00:00:09: Ich hab gute Laune.

00:00:11: Noch?

00:00:13: Ja... ich bin Sebastian Klein und ihr hört Fühlungsqualitäten.

00:00:19: Ich suche Führungskräfte die nicht nur Antworten haben sondern auch Fragen.

00:00:22: Mit diesem Satz haben wir Menschen eingeladen ihre echten Führungsfragen an uns zu schicken Und eine dieser Fragen kommt heute von Dina.

00:00:30: Dina ist seit sechs Monaten Führungskraft und steht vor einer Situation, die wahrscheinlich viele kennen oder jedenfalls einige.

00:00:37: Sie sagt sie gibt ihrem Team viel Vertrauen, viel Freiheit aber diese Freiheit führt nicht automatisch dazu dass Verantwortung im Team übernommen wird.

00:00:45: Stattdessen passiert dann etwas anderes.

00:00:48: aus dem Team wird oft um Erlaubnis gefragt oder aber Entscheidungen werden einfach getroffen ohne das echte Verantwortungsübernahme stattfindet.

00:00:56: Und ich bin nicht alleine hier, sondern wieder mit Elina Lange und Frederik Fleischmann.

00:01:00: Schön dass ihr da seid!

00:01:01: Ihr könnt euch ja kurz selbst vorstellen.

00:01:05: Mein Name ist Elina und ich bin Organisationsentwicklerin aus Berlin und in meinem Arbeitsalltag begleite ich Führungskräfte und ihre Teams dabei.

00:01:14: Man sagt immer so schön ihr Potenzial voll zu entfalten.

00:01:17: was meine ich damit?

00:01:18: Viele haben ambitionierte Ziele und stehen sich dabei teilweise selbst im Weg Und ich schaue dann gemeinsam mit dem Team darauf, was ihnen im Weg steht.

00:01:28: Manchmal sind es Konflikte, manchmal sind Strukturen nicht klar, Entscheidungswege.

00:01:32: und wie bin ich dazu gekommen?

00:01:34: Ich war Selbstführungskraft und

00:01:37: habe

00:01:37: die ganzen Erfahrungen, die ich da sammeln konnte, mit eingepackt.

00:01:41: und dann bin ich Beraterin geworden selbstständig.

00:01:44: und dieser Erfahrungsschatz von so vielen Organisationen, die sich von innen gesehen haben, den möchte ich in den Podcast mit einbringen um... zum Nachdenken anzuregen und zu einer besseren Führungskultur beitragen zu können.

00:01:58: Hallo, mein Name ist Frederik Fleischmann ich bin Partner bei The Dive und arbeite seit rund fünfzehn Jahren im Bereich Organisationsentwicklung selbst als Führungskraft und auch als Berater und Ausbilder.

00:02:09: Mir ist wichtig dass wir neue Formen der Zusammenarbeit ausprobieren Auch neue Forme der Führungen mit Herz Mit Produktivität Gesund Freutvoll.

00:02:18: Ich freue mich sehr, mit euch hier über knifflige Führungsfragen zu

00:02:22: sprechen.

00:02:26: Das Problem und die Frage dahinter!

00:02:34: Danke euch beiden.

00:02:34: ich freue mich auch sehr heute wieder mit euch in so eine interessante Frage einzusteigen.

00:02:39: Dina fragt uns ja wie schaffe ich es dass mein Zutrauen auch wirklich zur Verantwortungsübernahme führt?

00:02:45: Und ich finde die Frage sehr spannend denn da stecken ja gleich mehrere Fragen eigentlich drin.

00:02:51: Diner sagt ja sie gibt ihrem Team viel Freiheit und Vertrauen.

00:02:56: Das sagt sich so, aber was ist eigentlich damit gemeint?

00:02:58: Weil damit können ja ganz unterschiedliche Dinge gemeint sein.

00:03:01: Und dann sagt sie noch zwei sehr wichtige Dinge, nämlich die beschreibt das Problem aus ihrer Sicht, indem Sie sagen, die Menschen in Ihrem Team fragen dann sehr oft nach Erlaubnis wo sie es nicht bräuchten oder aber sie treffen Entscheidungen ohne dafür die Verantwortung zu übernehmen.

00:03:13: Das sind jetzt zwei unterschiedliche Richtungen und ich würde aber sagen gefangen erstmal bei diesen Begriffen an, bei Freiheit und Vertrauen.

00:03:21: Ja Freiheit in dem Kontext verstehe ich so, dass erst mal klar ist, ich darf entscheiden.

00:03:27: Ich habe Spielraum.

00:03:29: und dann gibt es den zweiten Teil die Verantwortung – das ist eher nachgelagert -, was ich dann entschieden habe, dass ich dafür auch einstehe.

00:03:37: Wenn's gut gelaufen ist, dann ist das einfach aber für die Konsequenzen einzustehen wenn ein vermeintlicher Fehler passiert ist.

00:03:44: Darum solls eben auch gehen.

00:03:47: Den dritten Begriff neben Freiheit und Verantwortung, den sie ins Spiel bringt ist ja das Vertrauen.

00:03:52: Vertrauen in dem Kontext bedeutet für mich... ich zeig mich verletzlich!

00:03:57: Ich gehe in Risiko ein und erwarte dann von meinem Gegenüber dass sich dafür nicht bestraft werde oder es keine negativen Konsequenzen gibt.

00:04:06: Erwartung ist vielleicht zu viel aber ich erhoffe das einfach.

00:04:09: wir haben was aufgebaut zwischen uns das.

00:04:12: ich glaube diese Erwartungen haben zu können Und das zeigt ja schon, dass es ein Prozess ist der ein bisschen dauert wie ein Muskel den man trainieren muss.

00:04:20: Ich glaube wenn ich neu in einen Unternehmen reinkomme dann kann da noch so'n große Schild stehen Vertrauenskultur Augenhöhe – ich muss das erleben um auch in diese Aussagen wirklich vertrauen fassen zu können.

00:04:33: Also für mich ist dieses Freiheit und Verantwortung Das sind eigentlich zwei Seiten der gleichen Münze und ich finde Wenn es gelingt, dass das beides klappt also dass Menschen einerseits sich die Freiheit nehmen um Sachen zu entscheiden Und dann aber auch bereit sind diese Verantwortung, die damit einhergezutragen.

00:04:48: Also sich wirklich verantwortlich fühlen für das was hinten herauskommt.

00:04:52: Wenn das gelingt, dann mache ich sehr vieles mit meiner Führung richtig.

00:04:55: Aber es ist natürlich nicht so einfach und Ich habe das auch oft erlebt dass die Sachen dann Oft eben nicht beide genommen werden Sondern dass zum Beispiel Menschen sich die Freiheit nehmen, aber die Verantwortung bitte nicht Oder dass aber auch Führungskräfte manchmal denken Ja Mensch Die Verantwortung sollen sie nehmen, die Freiheit bleibt aber eigentlich bei mir.

00:05:12: also da wird's dann immer spannend in der Abwägung und bei ihr scheint es da ja auf beiden Seiten zu Problemen zu kommen.

00:05:19: Und woran das liegen könnte, gucken wir uns jetzt mal an?

00:05:31: Ja, bei diesem Thema Freiheit und Verantwortung ist glaube ich wirklich der Klassiker die fehlende Klarheit also Klarheit darüber wofür bin ich wirklich verantwortlich?

00:05:40: was darf ich selbst entscheiden wen soll ich gegebenenfalls in Entscheidungen einbeziehen oder auch nur informieren über Entscheidungen und wenn das nicht klar ist im Vorhinein, dann passiert genau das was Dina beschreibt.

00:05:53: Also entweder man fragt ständig nach oder man macht halt einfach mal wie man es gerade am besten denkt.

00:05:59: aber es fehlt so ein bisschen die Orientierung.

00:06:02: Und es gibt übrigens eine Studie, die da ein bisschen noch nicht drauf wirft.

00:06:05: Die ist sich sehr spannend finde.

00:06:06: und zwar haben Forscher Kindergartenkinder beobachtet in einem Waldkindergarten.

00:06:12: Dieser Waldkindergarten hat einen ganz großen Außenbereich, einen riesigen Wald wo sich die Kinder eigentlich frei bewegen konnten.

00:06:19: Was haben die Kinder gemacht?

00:06:20: Die sind in relativ kleinen Grüppchen zusammengeblieben auch in der Nähe des Hauptgebäudes, haben sich gar nicht so über die ganze freie Fläche verteilt.

00:06:28: Und was dann passiert ist, haben die Forscher einen riesigen Zaun gebaut.

00:06:32: Der dieses Areal teilweise eingegrenzt hat und der eine Beschränkung gegeben hat... ...und haben dann nochmal geguckt wie bewegen sich die Kinder jetzt?

00:06:38: Und siehe da!

00:06:39: Die Kinder sind schürzig bis an den Rand des Areals gegangen.

00:06:43: Bis an den Zaun ran.

00:06:44: Haben sich viel freier bewegt auch nicht mehr nur in den Gruppchen zusammengeblieben.. ..und haben sozusagen diesen ganzen Freiraum genutzt.

00:06:52: Was mich zu dieser Aussage verleitet, nur wenn ich meine Grenzen kenne, kenne ich auch meine Macht.

00:06:57: weiterer wichtiger Punkt, den sie ja nennt ist auch dass das Team noch sehr jung ist.

00:07:02: Also ich lese daraus vielleicht jungen zusammengesetzt aber wahrscheinlich auch weniger Arbeitserfahrung.

00:07:09: und da musste ich wieder ein bisschen schmunzeln weil mir eine eigene Geschichte dazu eingefallen ist als ich in einem selbst organisierten Unternehmen hatte mehrere Rollen.

00:07:18: einer davon war auch Office Management.

00:07:23: ersten oder zweiten Woche war die große Entscheidung, stand an eine neue Kaffeemaschine fürs Büro.

00:07:30: Klingt banal aber in so einem Berliner Startup-Büro ist das ein großes Thema und die Meinung ging natürlich von Filtercafé über Vollautomat zum Siebträger und wahrscheinlich noch fünf weitere.

00:07:45: Ich glaube, Kapseln waren wirklich außen vor.

00:07:47: Die Nachhaltigkeit war allen sehr wichtig aber zwischen diesen drei Optionen schwankte ich immer hin und her und habe immer wieder nachgefragt und wirklich viel Zeit verloren.

00:07:58: Nach drei Jahren ist mir diese Geschichte wieder eingefallen und dachte, witzig jetzt könnte ich die Entscheidung sofort, ich würde einfach online bestellen und sofort treffen Weil ich dann einfach von dem Team über die Jahre wirklich das Vertrauen hatte, dass ich gute Entscheidungen treffe und das Wohl des

00:08:14: Teams

00:08:14: im Sinn habe.

00:08:16: Und deswegen möchte ich auch Dina so ein bisschen dazu einladen, ihren Teammitgliedern Zeit zu geben dieses Vertrauen aufzubauen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aber auch in die Team-Dymnamiken zu haben.

00:08:31: Also du sagst, am Anfang der Geschichte hast du dich unsicher gefühlt und hast deswegen nicht getraut.

00:08:35: In drei Jahren war diese Sicherheit dann da?

00:08:37: also was ist auf dem Weg dahin passiert?

00:08:39: Was dir die Sicherheit gegeben hat wovon vielleicht andere auch sich sich etwas abgucken können.

00:08:43: ja ich glaube Ich habe auch falsche Entscheidungen getroffen und gemerkt Dass das okay war und dass ich dafür nicht beschraft wurde dass ich weiterhin ein respektiertes Mitglied des Team war und ich glaube, ich habe auch viel Wertschätzung bekommen.

00:08:59: Und das hat mir einfach Sicherheit

00:09:00: gegeben.".

00:09:01: Ich finde an der Stelle verbinden sich die zwei Themen, die wir gerade schon so im Raum hatten.

00:09:04: Das eine als Vertrauen.

00:09:06: Du hast also für dich selbst auch einen Selbstvertrauen gewonnen.

00:09:09: Auch von den anderen wahrscheinlich ein zugeschriebenes Vertrauen und eben aber auch in Klarheit.

00:09:13: Im Moment die Entscheidung liegt wirklich bei dir ne?

00:09:16: Und du weißt dass du diese Entscheidung treffen kannst.

00:09:18: Wahrscheinlich auch innerhalb von bestimmten Rahmenbedingungen, Budgets

00:09:21: usw.,

00:09:22: die du dann wahrscheinlich mit der Zeit auch besser einschätzen konntest.

00:09:25: Ja

00:09:25: und da steckt ja auch drin... ich finde halt gerade aus Sicht der Führungskraft ist es sehr oft so.. das sage natürlich gebe ich Freiheit vertrauen.

00:09:32: Aber das heißt ja wirklich nicht, dass es auch bei den Menschen so ankommt.

00:09:35: Es kann ja auch wirklich sein, dass ich als Höhungskraft das denke und zu sage... Und die Mitglieder würden mir aber sagen, naja Moment mal wenn ich dann was selber entscheide, dann kriege ich erstmal einen bösen Blick oder ach das hätte es aber anders machen können oder sollen, da das ist wahrscheinlich auch eine Lektion, die hier drin steckt.

00:09:49: Mir ist noch wichtig beim Thema Klarheit weil wir das jetzt eben schon so hatten, dass natürlich finde ich auch Klarheit darüber geschaffen werden muss.

00:09:57: worin besteht eigentlich meine Freiheit?

00:09:58: Also bin Freiderin das Ergebnis zu wählen, bin ich freider in den Weg dahin zu wähl'n.

00:10:03: Also wo genau endet die und wo fängt sie an?

00:10:05: Weil das kann ja auch total überfordern sein.

00:10:07: wenn du jetzt ob man dir gesagt hast hier fünfhundert Euro und kannst überlegen ob deine Kaffeemaschine einen Kicker oder sonst irgendwas holst ist ja was anderes als jetzt zu sagen der Auftrag ist jetzt erstmal wir wollen Kaffee und du kannst den Weg dorthin gestalten.

00:10:21: Und jetzt Werbung!

00:10:23: Wir sind gleich wieder da.

00:10:25: Ein Teil guter Führung der aus meiner Sicht sehr unterschätzt wird ist Selbstführungen.

00:10:29: Ich glaube, nur wer Klarheit über die eigenen Ziel und Prioritäten hat kann auch anderen Menschen Klarheit bringen.

00:10:35: Vor ein paar Jahren habe ich einige Stunden am Whiteboard verbracht und versucht alles was sich über das Thema Selbstführung weiß in einen Schaubild zu überführen.

00:10:41: Herausgekommen ist das Clarity Canvas – kein einfaches Tool sondern ein ganzes System dass dir dabei hilft dein ganzes produktives Leben zu überblicken und danach auszurichten.

00:10:50: Mein Leben hat es ein kleines bisschen verändert!

00:10:52: Heute ist das clarity canvas Teil unserer Toolplattform Nine Spaces Und für ein paar Wochen darf ich das Charity Canvas jetzt kostenlos rausgeben.

00:11:00: Mit dem Code Sebastian-einhundert, Sebastian in Großbuchstaben wartet außerdem ein besonderes Angebot auf dich!

00:11:05: Alle Infos auf www.ninespaces.de.

00:11:08: slash Sebastian – nein als Zahl geschrieben.

00:11:15: Vor kurzem habe ich im Newsletter für neues Arbeiten über KI geschrieben und darüber dass wir vorsichtig sein sollten wie wir sie nutzen.

00:11:22: Natürlich ist jeder von uns irgendwann irgendwie bei Claude oder Chatchi Petit unterwegs um zu recherchieren Gedanken zu sortieren, ein Bild zu erstellen oder einfach nur um eine alberne Frage zu beantworten.

00:11:33: Aber mir ist wichtig, dass du KI-Bewusst einsetzt!

00:11:36: Dirk von Gehlen und Franz Himsel haben nun darüber ein ziemlich kluues Buch geschrieben – es heißt Wie KI dein Leben besser macht?

00:11:43: Und das Beste ihr müsstest gar nicht lesen, ihr könnt's einfach hören.

00:11:46: Das Buch gibt's überall da wo es Hörbücher gibt, Audible, Spotify, Apple Books usw.

00:11:51: Produziert wurde das ganze übrigens von Colomedia der Audioverlag der auch diesen Podcast mit uns macht.

00:11:56: Hört doch mal rein.

00:12:02: Also Dina, die uns die Fragen geschickt hat, sagt sehr oft werden mein Produkt verantwortlich oder ich noch um Erlaubnis gebeten oder zur Sicherheit befragt ob ein Vorgehen so okay ist.

00:12:12: Das lese ich jetzt so dass dieses Zutrauen das eigentlich da beim Team ankommen soll gehört aber gar nicht verinnerlicht wird.

00:12:18: Ich glaube das hat viel mit der Fehlerkultur zu tun die man vielleicht in anderen Unternehmen erlebt hat Aber auch... Bei Dina in der Organisation, wenn ich da jetzt null reinkomme und mir wird gesagt ja Fehler sind okay muss ich das ja wie gesagt erstmal wirklich erleben dass ein Fehler der passiert ist als Quelle kollektiven Lernens angesehen wird.

00:12:39: Und nicht als etwas was sich an die Wand gestellt werde und bloßgestellt werden und am Ende negative Konsequenzen haben.

00:12:49: Apropos Fehlerkultur, da habe ich auch noch eine schöne Studie von Prof.

00:12:54: Michael Fräser von der Leuphana-Universität Lüneburg.

00:12:57: für euch und zwar... geht es darum, dass viele Länder verglichen wurden hinsichtlich ihrer Fehlerkultur und das waren insgesamt einunsechzig Länder.

00:13:08: Und jetzt dürft ihr beide mal raten auf welchen Platz denn Deutschland gelandet ist?

00:13:12: Also Platz eins bedeutet ausgeprägteste Fehlerkultur oder...?

00:13:15: Und

00:13:15: einun sechzig ist Fehler dürfen nicht passieren ganz schrecklich!

00:13:20: Neunfünfzig?

00:13:21: Ganz so pessimistisch weich nicht, aber ich glaube die Deutschen wird ja nachgesagt einen Hang zur Präzision zu haben und vielleicht steckt da vieler Vermeidung mit drin.

00:13:28: Ich bin mal bei einundvierzig.

00:13:30: Sepp hat jetzt gewonnen.

00:13:31: es ist tatsächlich der Platz sechzig.

00:13:33: Einundsechzig geht an Singapur also sind auf dem vorletzten Platz ist glaube ich echt noch mal wichtig, das im Hinterkopf zu haben.

00:13:42: Weil es natürlich unsere Prägung und so kommen wir auch in Unternehmen Und dann kann da noch ein großer Slogan an der Wand stehen So Fehler sind okay und wir lernen da gemeinsam raus.

00:13:52: Ja Das muss sich erlebt haben und das muss über die Monate und Jahre irgendwie wirklich zur Kultur des Teams dazugehören Sei es zum Beispiel dass wir eine Retro machen und da wirklich über Konsequenzen sprechen Aber eher auf einer Ebene von was lernen wir daraus?

00:14:06: nächste Schritte?

00:14:07: Und nicht wer nimmt jetzt hier den Hut?

00:14:09: Vielleicht noch ein Gedanken dazu, weil ich finde du Elena hast vorhin auch einen schönen Begriff erwähnt.

00:14:13: Du hast glaube ich gesagt dass du auch falsche Entscheidungen getroffen hast und das könnte man ja schon mal in Frage stellen.

00:14:19: gibt es überhaupt falsche Entscheidung?

00:14:20: also im Kontext wo ich davon ausgehe dass alle ihr bestes versuchen und ständig lernen ist hier die Frage gibt's überhaupt falscher Entscheidung?

00:14:27: aber ich glaube in den meisten deutschen Unternehmen ist die Meinung sehr weit verbreitet dass es natürlich falsche entscheidungen gibt.

00:14:34: aufpassen muss, keine falschen Entscheidungen zu treffen.

00:14:36: Ja da siehst du die Prägung Platz Sechzig.

00:14:38: ich bin in diesem Land aufgewachsen I can't help it.

00:14:43: Also ich finde die Ausgangssituation war ja so dieses Ich mach einfach mal und dann ein Stück weit diese fehlende Verantwortungsübernahme oder vielleicht auch Entscheidungen die nicht komplett zu Ende gedacht sind.

00:14:53: Und ich würde hier einfach gerne noch an zwei Punkte sozusagen Aufmerksam machen Die glaube ich da wichtig sind zu Anzugucken.

00:14:59: Das eine ist für mich dieser Punkt der Verbindlichkeit Und das ist der Moment, wo eine Aufgabe oder Verantwortung wirklich die Hände wechselt.

00:15:08: Also wo Dina was wahrnimmt und was vielleicht zu tun ist und wo sie dann einem Kollegen oder einer Kollegin diese Aufgabe übergeben möchte und wirklich dieses Glasklare ja braucht, nimmst du das mit?

00:15:18: Und ich finde, dass es so ein erster Punkt, wo man schon mal ansetzen kann, ist dieser Art der Verbindlichkeit da und damit auch die Klarheit, wer trägt denn jetzt den Hut für diesen Thema?

00:15:28: Und ich würde das ganz gerne unterscheiden auch nochmal von der Verlässlichkeit.

00:15:32: Das ist für mich die Frage, was passiert nach diesem Jahr?

00:15:35: Also in der Zeit des tatsächlichen Arbeitens, das praktische Tun bekomme ich als Führungskraft entweder einfach direkt die Ergebnisse geliefert.

00:15:42: Die wir vereinbart haben oder wenn wir das miteinander besprochen haben gibt es regelmäßig Transparenz über den Projektfortschritt werde ich als führungskaft über Verzögerungen informiert und so weiter.

00:15:54: Das ist alles für mich dieser Bereich der Verlässlichkeit Und wenn ich diese Verläßigkeit in der Zusammenarbeit nicht habe dann finde ich den Reflex sehr nachvollziehbar, die Sachen wieder so ein Stück weit an sich zu ziehen.

00:16:07: Dann während ich vorher versuche sozusagen die Verantwortung zu dezentralisieren wenn ich dann keine Verlässigkeit habe dann liegt es nahe dass ich die Sachen dazu mir ziehe weil ich halt merke ich bin auf diese Ergebnisse angewiesen und ich glaube das sind einfach zwei so Momente sozusagen in der Zusammenarbeit die man unterscheiden sollte und wo man so gucken kann wo setze ich an um idealerweise die ad der zusammenarbeit hinzukriegen die ich mir gerade wünsche.

00:16:31: Das heißt also die Kernfrage für uns jetzt, wenn wir mal Richtung Lösungen gucken ist ja wie schaffe ich als Führungskraft die Klarheit und die Sicherheit das andere Verantwortung tragen können.

00:16:41: Und ehe wir uns jetzt so einzelne Ideen mal angucken wie das vielleicht gelöst werden kann oder zur Lösung beitragen kann wollte ich nur auch kurz noch eine kleine Anekdote teilen weil... Ich habe tatsächlich kürzlich für den Newsletter einmal darüber nachgedacht um ein eigenes Leben als geführter als Teil von Teams wo andere führen.

00:16:58: Also ich bin da notorisch schlecht drin gewesen.

00:17:00: Ich war immer ein sehr schlechter Angestellter, das hat meine Mutter auch irgendwann mal gesagt dass sie sich das nie vorstellen könnte, dass ich mal für andere arbeite.

00:17:07: Ich hatte aber zwei Führungskräfte in meiner kurzen Karriere als Angesteller für die ich wirklich gerne gearbeitet habe und das waren beides Leute die es geschafft haben so eine wirklich so eine Klarheit zu schaffen was soll eigentlich als Ziel erreicht werden?

00:17:20: Und die mir dann die totale Freiheit gegeben haben das selbst zu gestalten.

00:17:25: Und aber dann genug da waren auch mal Fragen zu antworten, wenn ich wirklich Fächer hatte.

00:17:28: Also wenn ich so drüber nachdenke was hätte ich für Positivführungserfahrung?

00:17:32: komme ich genau auf Leute die das gut hinbekommen haben?

00:17:36: Unsere Ideen Clips und Tools?

00:17:42: Ja ich würde da ganz gerne an deine Anekdote anschließen und auch an dieses Thema Vertrauen Zutrauen.

00:17:48: also du hast ja erzählt dass Du sozusagen Führungskräfte hat das Dir eine Klarheit vorgeben Aber dir auch viel Freiraum gelassen haben und dir viel vertraut haben.

00:17:56: Und ich finde in der Fragestellung von Dina kommt drüber, dass sie eigentlich sich genau diese Art von Führung wünscht.

00:18:01: Also viel Vertrauen, viel Zutrauen an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:18:07: Ich würde sogar sagen vielleicht steckt hier so eine Art Wahrnehmungslücke.

00:18:11: Vielleicht geht es sogar eher darum das richtige Maß an Zutrauen zu finden.

00:18:15: also ich möchte mal sagen mehr vertrauen ist gar nicht unbedingt besser.

00:18:18: Manchmal kann es vielleicht sogar auch in so eine Art Überforderung münden.

00:18:22: Also, ich würde Diener hier raten einfach mal für sich nachzuforschen oder vielleicht auch ins Gespräch zu gehen mit den Kolleginnen und Kollegen um zu schauen was... kann die jeweilige Kollegin, der Kollege gerade gut tragen.

00:18:35: Was liegt der Person?

00:18:36: Was sind die Stärken?

00:18:38: Was liegt ihr?

00:18:38: vielleicht aber auch nicht?

00:18:39: Wo will sie sich vielleicht gar nicht entwickeln?

00:18:41: also welche Themen sollten vielleicht lieber von jemand anderem getragen werden, der da eine stärkere innere Präferenz für hat und an welchen Punkten braucht es vielleicht auch die Unterstützung vom Diener?

00:18:50: das ist ja.

00:18:51: diese Rückfragen die aus dem Team kommen, können ja auch ein Zeichen dafür sein, dass sie sich sozusagen Stück mehr Weisungen Richtung wünschen.

00:18:59: Und ich glaube so dieses Zutrauen was erstmal total wohlmeint klingt ist eine total gute Basis wenn man es eben rahmt mit einer gewissen Weisung, mit einer Richtung, mit der Orientierung und eben auch mit einer guten Passung für die jeweiligen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter.

00:19:14: Genau!

00:19:15: An diese Richtung in Weisungs würde ich gerne anknüpfen weil oft glaubt die Führungskraft das gleiche Verständnis davon haben, dass ein Projekt übernommen wird und eine Aufgabe übernimmt.

00:19:26: Also da sind wir im Bereich der Delegation.

00:19:29: Was bedeutet das?

00:19:30: Ich übertrage die Entscheidungskompetenz und die Verantwortung.

00:19:34: Und ich glaube bei Delegations wird oft nur die Aufgabe übertragen.

00:19:38: also wenn ich so Teams beobachte dann geht es viel darum wer macht was bis wann und nicht wirklich die Frage ja wie entscheiden wir das, wer entscheidet das wirklich trägt am Ende dann auch wirklich die Verantwortung.

00:19:52: Das ist dann so implizit, das ist vielleicht irgendwie unangenehm darüber zu sprechen.

00:19:55: oder das Tagesgeschäft ist so fordernd, dass man sagt dafür haben wir jetzt keine Zeit hier.

00:20:00: es einfach die Aufgabe und ich vertraue dir!

00:20:02: So mit solchen Pauschalaussagen wird da viel gearbeitet.

00:20:06: Und wenn wir dann im Workshop Setting ein bisschen mehr Zeit haben gibt's ein schönes Tool.

00:20:11: Das Tool heißt Delegation Poker.

00:20:14: Es ist ein Kartenset.

00:20:16: Wenn ihr das googelt, dann kann man es auch ausdrucken, findet man als Ressource überall, ist auch relativ bekannt und sind sieben Karten.

00:20:24: Jeder Spieler hat dieses Kartensett von sieben Karten und ist eine Art Skala.

00:20:29: Skala von eins bis sieben, eins bedeutet die Führungskraft entscheidet, sieben bedeutet komplette Delegation von Aufgabe, Entscheidungskompetenz und Verantwortung.

00:20:40: Und dann gibt es diese Graustufen dazwischen, zum Beispiel die Führungskraft entscheidet hat sich aber vor den Rat des Teams eingeholt oder man dreht das um.

00:20:48: Ein Teammitglied entscheidet hatte sich aber vorher den Rat von der Führungskraft eingeholt und eben noch weitere Abstufungen.

00:20:54: Und dann frage ich das Team einfach, okay welche Entscheidung steht denn jetzt bei euch an?

00:20:59: Nehmen wir an sie haben einen Konflikt.

00:21:01: wie viele Tage in der Woche kommen wir ins Büro?

00:21:05: diese Entscheidung liegt dann in der Mitte und alle Spieler suchen sich da eine Karte aus und überlegen ok was glaube ich denn was der beste Weg wäre diese Entscheidung zu treffen?

00:21:14: und auf drei legen dann alle Spieler und Spielerinnen ihre Karten in die Mitte.

00:21:20: Und dann passiert halt, je nachdem was Schönes entweder man sieht wir haben ein gleiches Verständnis davon welche Art der Entscheidung hier hilfreich ist und was auch zu uns als Team passt oder und das passiert natürlich häufiger Ah interessant, das Teamnächte ist doch klar.

00:21:35: Das liegt bei der Führungskraft und die Führungskraft hatte was soll ich denn entscheiden wie oft ihr ins Büro kommt?

00:21:40: Es ist doch irgendwie euer Thema!

00:21:42: Und dann zu merken okay hier müssen wir auf jeden Fall nochmal drauf gucken weil das noch nicht ganz klar ist und dass es einfach ein schönes Tool was man als Führerskraft auch ohne eine externe Begleitung glaube ich gut in dem Team Meeting machen kann.

00:21:57: um zu merke in gewissen Situationen besteht eben nicht die Klarheit, wer entscheidet hier was und wer übernimmt Verantwortung für das Ergebnis.

00:22:08: Genau!

00:22:09: Ich weiß, Fredreks jetzt schon aufgeregt in den Startlöchern um endlich über Rollen sprechen zu können weil das wollten wir uns natürlich auch angucken was die für eine Rolle spielen können.

00:22:16: Na klar, was wäre ein Podcast mit uns ohne über Rollen zu sprechen?

00:22:20: Ganz ehrlich ich glaube wir könnten auch eine ganze Episode oder mehrere darüber reden.

00:22:24: Wir hatten es gerade beim Thema Entscheidungen.

00:22:26: wie werden die getroffen?

00:22:27: Was ist mein Rahmen?

00:22:28: in welchen Prozessen darf ich die treffen?

00:22:30: Mehn muss sich einbeziehen und ich finde wenn wir jetzt nochmal neben Entscheidung aus so allgemeinen Verantwortungsbereiche einfach abstecken da kommen rollen im Spiel.

00:22:38: also die Frage Wir haben gemeinsames Ziel, auf das wir hinarbeiten und wer übernimmt jetzt welchen Teil dieses Verantwortungskuchen damit wir da hinkommen.

00:22:47: Und das sind eben Rollen so aus meiner Sicht bisher der Königsweg den ich kenne.

00:22:53: und vielleicht ganz kurz für Zuhörerinnen und Zuhörer die das Konzept noch nicht gut kennen ein Beispiel wie sagen üblicherweise eine Rolle beschreibt man mit einem Namen einen orientierungsstiftenden Zweck.

00:23:06: Also was soll am besten idealerweise an Bände rauskommen, wenn die Rolle gut ausgedebt wird und konkret einforderbaren Verantwortlichkeiten sehr präzise.

00:23:14: Und ich finde diese Art von Klarheit, Expecität auf der strukturellen Ebene hat allerlei Vorteile.

00:23:20: ganz viele wie gesagt könnte eine eigene Folge sein.

00:23:23: Ich würde einfach nochmal ein zwei Aspekte gerne hier auch reinrufen weil sie glaube ich für den Fall von Diener relevant sind.

00:23:29: Zum einen finde ich neben der Klarheit die vielleicht in sich schon Selbstzweck ist Auch, dass so eine Rolle durchaus auch den Mut fördert innerhalb meines Verantwortungsbereichs tätig zu werden.

00:23:41: Ich nutze manchmal das Bild der Roller als Ritterrüstung weil ich weiß diese Rolle ist für alle sichtbar.

00:23:47: wir haben uns als Team darauf geeinigt dass es diese Rolle braucht damit wir unsere Arbeit gut machen können und die Person die dafür zuständig ist in dem Fall Dina hat dann entschieden dass zum Beispiel ich diese Rolle übernehme.

00:23:57: Ja und das bringt mich auch zum Thema, dass eigentlich immer wichtig ist nämlich diese Klarheit in der Sprache.

00:24:02: Weil ich finde also mit Rollen anzufangen finde ich da sollte man es nicht so kompliziert machen.

00:24:06: aber ich finde man sollte dann schon immer wieder hingucken weil ich glaube einer der Vorteile an der Arbeit mit Rollendickt ja dass man dann auch immer wenn man was gelernt hat immer wenn einen Fehler gemacht hat auch immer wieder hingehen kann und sagen ach jetzt schaffen wir das ein bisschen nach und schaffen wieder eine Klarheit, dass alle wirklich wissen Wo sind hier die Grenzen gezogen?

00:24:22: Wer ist wo für

00:24:22: verantwortlich?".

00:24:23: Ich habe eben gesagt, Frederick ist ganz aufgeregt über Rollen reden zu dürfen.

00:24:26: Ich freue mich immer wenn es um Sprache geht weil ich finde das so ein Dauerthema in Arbeit.

00:24:31: Also Arbeit is ja Sprache, wenn Menschen miteinander arbeiten und wir haben bei Tina auch schon ein paar Sachen gehört.

00:24:38: Um Erlaubnis zu fragen heißt er die Leute kommen und fragen Ist es okay so oder kann ich das jetzt so machen?

00:24:44: Und als Wirkungskraft kann man dann ja ganz auftingen und sagen wenn ich biet mal eine Alternative an Formulierungen, die ich vielleicht nicht so ideal finde.

00:24:52: Und da Elena hast du glaube ich ein paar Ideen mitgebracht?

00:24:55: Gerade wenn die Rolle klar ist dass sich dann in der Rolle... Wenn ich mir einen Feedback einhole eben vielleicht nicht Frage Ist das okay so wie Dina das auch angesprochen hat Sondern was ich wirklich sage bisschen selbstbewusster auftrete und zu meiner Führungskraft gehe oder zu der Person, von der ich mir das Feedback einhole.

00:25:18: Ich will absichtige Folgen des Zutun.

00:25:21: Hast du irgendwelche Einwände?

00:25:22: Ist ja was anderes als wie findest du das?

00:25:24: oder ist das okay?

00:25:26: Da hast viel mehr Augenhöhe drin.

00:25:27: so ich stehe zu meiner Lösung.

00:25:30: Das ist mein Vorschlag Und nur wenn es wirklich irgendwelchen Einwänden gibt dann nenne die doch bitte.

00:25:35: und genauso auch als Führungskraft Da jemand vor mir stehen habe, wirklich zu fragen okay was brauchst du?

00:25:43: Was würdest du als nächsten Schritt ansehen um die Person in Verantwortung zu halten und nicht ja diese Verantwortung an mich zu reißen oder zunehmen und so sagen hier ich würde jetzt dies und das und dass tun sondern immer erstmal den Ball zurückspielen dem Kontext angemessen, vielleicht nicht immer.

00:26:02: Aber in vielen Situationen ist das glaube ich ein ganz guter Reflex als Führungskraft sich erstmal zurückzunehmen und zu gucken was kommt denn wenn ich nicht gleich meine eigenen Ideen präsentiere?

00:26:13: Ja also es soll ja auch jetzt hier nicht der Eindruck entstehen dass alle Leute immer nur arbeiten sollen und dann erst mit fertigen Ergebnissen kommen sollen und keinen zwischendurch mal gefragt haben.

00:26:21: natürlich braucht man oft auch Input und die Leute die schon lange in der Firma sind haben ja oft auch wertvolle Input.

00:26:29: Wenn ich jetzt sage, oh die Führungskraft ist gleichzeitig auch eine Person, die hier schon lange in der Firma arbeitet.

00:26:33: Könne dich da natürlich auch ein Rolle geben dass sie als Sparringspartner zu Themen wo sie am meisten Ahnungen hat jederzeit gefragt werden kann das ist aber was völlig anderes als in einer Führungsrolle abzunicken.

00:26:43: ob eine Entscheidung okay ist dann weiß ich spreche dich Frederick jetzt in deiner Rolle als alten Hasen an und kann mir Informationen holen oder Sparring und Coaching was auch immer.

00:26:53: Dann bist du eben nicht die Person die nachher für die Entscheidung einsteht weil die liegt weiterhin bei mir.

00:26:56: Ich

00:26:57: hätte aber noch einen Ganz konkreten Entscheidungsprozess, den ich finde der bei diesem Thema Verantwortungsübergabe Freiheit, der fast genannt werden muss entspricht so einer Variante von Stufe V von dem Delegation Poker.

00:27:11: Vorhin war schon der Begriff Advice Process genannt.

00:27:14: im Deutschen wäre das der konsultative Einzelentscheid.

00:27:18: und zwar bedeutet dieser konsultativen Einzel-Entscheid oder auch Advice-Prozess einfach nur, dass eine Mitarbeiterin zum Beispiel vor der Aufgabe steht zu entscheiden ob sie mit Zulieferer A oder B künftig zusammenarbeiten wollen.

00:27:32: Und diese Entscheidung liegt und bleibt auch bei ihr als Mitarbeiterin.

00:27:37: aber damit sie diese Entscheidung treffen kann wurde vorher vereinbart das man eben diesen konsultativen Einzelentscheid benutzt.

00:27:43: und zwar muss man in diesem Prozess um die Entscheidung zu treffen zunächst zwei Personengruppen fragen Und zwar erstens wer ist von der Entscheidung betroffen?

00:27:54: und zweitens, wer hat Expertise zu dieser Entscheidung?

00:27:56: Das war eben gerade das alte Hasenbeispiel vielleicht.

00:28:00: Dann kann es sein dass mir sowohl die Betroffenen Personen als auch die Person mit Expertise alle sagen hey in dem Zulieferer A aber ich kann dann wenn das meine Entscheidung ist trotzdem am Ende noch entscheiden lasse sich mit B gehen.

00:28:12: Vorhin bei der Kaffeemaschine was vielleicht auch eine ähnliche Situation sich Meinungen einholen und es ist denkbar einfaches klingt vielleicht sogar ein bisschen banal vorher explizit macht, dann fördert das auch wieder den Mut über den wir schon gesprochen haben.

00:28:24: Den Mut Entscheidungen zu treffen weil ich weiß ich habe ja die Personengruppen einbezogen Ich hab deren Meinung gehört und am Ende treffe ich nach besten Wissen und Gewissen selber die Entscheidung Und es nimmt bei denen Personen, die gefragt werden Auch ein bisschen die Last draus sozusagen sich komplett in aller Tiefe reinzuarbeiten.

00:28:39: und so weil die Entscheidung liegt eben woanders

00:28:42: Nehmen jetzt mal an dieser Advice-Prozess hat wunderbar funktioniert.

00:28:45: Das Teammitglied hat eine Entscheidung getroffen und das Ergebnis ist im Sinne der Organisation.

00:28:51: Und man ist jetzt in der Retro und guckt da drauf, dann wäre noch meine Einladung an Dina und alle anderen Führungskräfte da draußen nicht nur das Ergebnis zu feiern sondern auch genau dass die Person sich den Rat eingeholt hat und vielleicht sogar gegen alle Stimmen entschieden hat aber wirklich diesen ganzen Prozess geohnt hat.

00:29:12: Genau das passiert ist, dass die Verantwortung auch übernommen wurde.

00:29:15: Weil oft wird dann einfach nur auf, ah!

00:29:17: Das Projekt war erfolgreich und die Kunden waren zufrieden.

00:29:21: Dass das sehr im Vordergrund steht aber als Führungskräftes dazwischen zu würdigen führt dann auch dazu, dass Menschen gestärkt werden, das in Zukunft weiter so zu tun.

00:29:31: Dazu werden wir euch einen Text verlinken weil bei neuen Narrative mal einen schönen Artikel zu der Frage gemacht, wie kann ich eigentlich so in der Psychologie nennt man das Konditionierungsmechanismen verwenden um ein bestimmtes Verhalten zu begünstigen?

00:29:45: Weil du hast es ja eben auch gerade schon beschrieben wenn ich jetzt sage Ich will dass Menschen eine bestimmte Art nutzen um sich zu entscheiden.

00:29:51: Ich will das Menschen vielleicht auch Risikeneigend Fehler machen.

00:29:53: Dann kann ich mir durchaus überlegen okay Welches Verhalten muss ich dann auch entsprechend würdigen und belohnen Und bei welchem Verhalten muß ich vielleicht nichts sagen oder vielleicht auch mal durch ne Kritik gucken ob wir das in Zukunft weniger haben können?

00:30:05: weil ich glaube Wenn man das so dem Zufall überlässt, bleibt man natürlich oft auch in den Mustern drin, die man halt schon lange hat.

00:30:11: Und wenn ich jetzt aber sage, wenn ich will eben dass Leute vielleicht Risiken eingehen, auch mal Entscheidungen treffen, die vielleicht in die Hose gehen dann kann ich das durchaus auch ein bisschen mit beeinflussen.

00:30:20: deswegen dazu verlinken wir einen Text und Ich wollte jetzt aber nochmal zurück zu der Frage kommen.

00:30:25: also das klingt jetzt relativ fortgeschritten für mich mit dem Advice-Prozess alle sind super Geübterin

00:30:31: usw.,

00:30:32: Aber es war ganz konkret kommen ständig zu mir und fragen, ist das okay so wie ich es jetzt entscheiden möchte?

00:30:41: Wie gehe ich damit

00:30:42: um?".

00:30:42: Also ich glaube wenn man Rollen geklärt hat, Entscheidungsprozesse geklärt hat passiert das gar nicht mehr so oft.

00:30:47: Ich möchte auch durchaus einladen diese Diskussion darüber zu führen also dass sich Dina zeigt mit dem was sie ihrer Meinung nach beobachtet, Resonanzen einholt, zuhört... Das lässt sich nicht alles technisch lösen!

00:30:58: Ich möchte vielleicht noch warnen vor dem, was typischerweise in so Führungskräfte Seminaren oder so stattfinden würde und was wir ja auch teilweise hier im Podcast hatten.

00:31:09: Diese Frage zurückzugeben wenn jemand kommt mit einer Frage und dann das zurück zu geben und zu sagen Was brauchst du?

00:31:15: Wie ist deine Einschätzung?

00:31:16: Welche Optionen siehst Du?

00:31:17: Ist total sinnvoll in ganz ganz vielen Situationen.

00:31:20: ich habe aber auch schon Teams erlebt die ultra frustriert waren weil die Führungskraft wahrscheinlich gerade durch genau ein Seminar gegangen ist und es sehr dogmatisch durchgeführt hat und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit ihren berechtigten Fragen gar keine Antworten mehr erhalten haben.

00:31:35: Und die Führungskraft so ein bisschen durchsichtig wurde, man griff so durch sie durch.

00:31:39: Das finde ich dann hat auch mit einer guten Form von Verantwortungsübergabe nichts mehr zu tun weil das bedeutet eben dass jeder seinen Teil der Verantwortung übernimmt.

00:31:48: Gerade für Führungsrollen ist es tatsächlich oft die Aufgabe jene Entscheidung zu treffen zu denen es eben keine klare Antwort gibt.

00:31:57: Der Fachbegriff ist da Unsicherheitsabsorption.

00:31:59: Also, das ist ja genau die Aufgabe der Führungskraft.

00:32:02: Dann eine Entscheidung zu treffen und dann später zu merken okay hat die Entscheidung getragen müssen wir noch meine Veränderungen vornehmen also die Entscheidung auch zu übernehmen die im Team nicht getroffen werden können.

00:32:21: Okay ich sehe schon.

00:32:23: Wir könnten jetzt natürlich noch sehr viel tiefer in all diese spannenden Themen gehen aber Ich befürchte da müssten wir das Format des Podcasts ändern Und umendet werden.

00:32:34: Deswegen sind wir jetzt erstmal schon am Schluss.

00:32:36: und ja, lass uns nochmal rekapitulieren was dann so die wichtigsten Dinge, die wir mitnehmen.

00:32:41: Was bei mir auf jeden Fall hängen bleibt ist das vertrauen Zeit braucht Und dass nicht auf Knopfdruck einfach im Team da ist Das es dafür eine Fehlerkultur braucht die auch erlebbar ist, dass ich dafür nicht bestraft werde.

00:32:58: Was auf jeden Fall hilft, was bei mir total hängen geblieben ist, ist dieses Kindergartenmeistrie.

00:33:01: Das finde ich faszinierend!

00:33:02: Das werde ich jetzt auch in Workshops häufiger mal nennen und das ist ja eine tolle Überleitung zu rollen.

00:33:09: aber ich kann mir auch vorstellen, dass hier einige Hörerinnen und Hörersitzen sagen oh jetzt ein Rollen Workshop und irgendwie haben wir das doch schon klar und wir haben ja auch Positionen und so ungefähr wissen wir ja auch wer was macht.

00:33:21: Dann würde ich wirklich dazu einladen, das mit der Delegation ernst zu nehmen und nicht nur Aufgaben rüberzuschieben sondern sich auch zu überlegen okay was ist mit der Entscheidungskompetenz?

00:33:33: Und was ist auch mit der Verantwortung?

00:33:35: bleibt die bei mir und das ganz explizit zu besprechen.

00:33:40: Und dann glaube ich dass die Verantwortungsübernahme wirklich gelingen kann.

00:33:47: Ganz viel Zustimmung zu dem, was du gesagt hast.

00:33:49: Ich fand das Gespräch richtig schön mit euch dazu.

00:33:51: und was mich total beschäftigt ist ehrlich gesagt dass wir im Moment eine Perspektive gehört haben von Dina und darauf reagiert haben.

00:33:57: Und ich wäre total neugierig das Team zu hören und zu gucken wie reagieren die eigentlich?

00:34:02: Und ich glaube es wäre auch echt spannend da einfach neben all den Techniken Tools Was kann man machen Wie kann man das machen Dieses Gespräch einfach einzuladen mit dem Team, Dina und ihr Team.

00:34:12: Dass sie da in diesem Rahmen des Vertrauens und der psychologischen Sicherheit auch mal das Thema zusammen angucken und dann rausfinden wie Sie es für sich lösen.

00:34:23: Ja ich denke wenn ich die Folge zusammenfassen müsste in einem Wort wäre es wahrscheinlich Klarheit weil ich schon finde so bei all diesen Dingen die wir besprochen haben geht's ja darum Klarheit herzustellen.

00:34:32: was will ich als Hörungskraft überhaupt?

00:34:34: Was wollen die anderen Und wie kriegen wir es hin, dass alle das gleiche Verständnis davon haben was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen.

00:34:42: Ja ich danke euch sehr.

00:34:43: mir hat's auch wieder sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe auch dass ein paar Denkanstöße für alle dabei waren die jetzt zugehört haben und wir freuen uns natürlich wie immer über Feedback und wenn ihr uns weiter empfehlt und natürlich auch über weitere Fragen die ihr so habt mit denen wir uns hier beschäftigen können.

00:35:02: Vielen Dank und bis zum nächsten mal

00:35:04: Tschüss Ciao!

Kommentare (1)

Prinzessin Pienz

Hallo, eine sehr interessante Folge. Manchmal war sie mir jedoch etwas zu verdichtet, da so viele Konzepte (von Verbindlichkeit und Verlässlichkeit über Delegation und Rolle) dabei waren, dass ich zwischendurch ein wenig den Faden verloren habe :D Man merkt euch an, dass ihr über sehr viel Expertise verfügt, aber versucht bitte, es nicht zu abstrakt oder voll mit Begriffen zu machen, sonst wird es anstrengend zu folgen. Ich werde folglich nochmals das Transkript durchlesen, um die gesammelten Gedanken nachzuvollziehen. Auch hier noch ein Hinweis: das Transkript wird anscheinend automatisch erstellt. Für die Lesbarkeit ist es aber sehr holprig, da Sätze, die von ein und derselben Person gesagt werden, nach Sekunden unterteilt werden. Auch transkribiert die Software teilweise Quatsch :D Hier bitte nochmal nachjustieren. Vielen Dank und macht weiter so!

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